Sonntag, 24. Mai 2009

Die drei Tage auf dem Selbstfahrertreffen in Brakel haben mir gut getan. Bei super Wetter, prima Verpflegung und mit gut gelaunten Kindern und enorm hilfsbereitem Ehemann konnte ich so richtig entspannen. Lili war praktisch die ganze Zeit verschwunden um Fußball zu spielen, die Nächte hat sie im Zelt verbracht und mit der Taschenlampe den zweiten Eragonband gelesen.
Mitgebracht habe ich nebst einem Sonnenbrand und vielen Eindrücken zum Thema Truck-Ausbau und Reisen einige nette Kontakte und eine keimende Freundschaft.
Ansonsten sind Haus und Hof auch ohne uns stehen geblieben - nur der Filter in Lilis Aquarium hat seinen Geist aufgegeben, ich hoffe aber durch den sofort durchgeführten radikalen Wasserwechsel die Fische gerettet zu haben.
Und wir warten immer noch dringend auf Regen für die Schafweide.

Sonntag, 17. Mai 2009

Jetzt sitze ich hier genauso ratlos, wie jeder Laie auch. Nachdem die Brut unserer Ente schon zu lange dauert, sich die Eier im warmen Wasser auch nicht bewegen habe ich eins aufgemacht. Sicher war ich, dass der Inhalt verfault oder erst gar nicht befruchtet war, nach dieser letzten Absicherung wollte ich die Ente dann wieder in den Garten zum Erpel lassen. Nur leider ist der Inhalt ein schätzungsweise 15 Tage alter Embryo gewesen, der ganz gut entwickelt aussah. Was nun. Ich kann sie doch nicht weiter wochenlang einsperren in der Hoffnung, dass die Entwicklung weitergeht. Aber alle Küken wegwerfen, obwohl vielleicht doch noch einige schlüpfen könnten, das bringe ich auch nicht über mich. Das die Last solcher Entscheidungen immer bei mir liegt ist oft erdrückend, heute wieder besonders.
Guido ist mit den Kindern zu Schwiegermutter gefahren, ich bin wegen Husten und Erkältung entschuldigt. Nun sitze ich hier im total vernachlässigten Haushalt und fange zur Erholung erst mal mit aufräumen und putzen an. Und grüble dabei über die Laufenteneier. Wie sehr habe ich mir diese Küken gewünscht, aber um ganz ehrlich zu sein hat die Ente keine rechte Lust mehr zum Brüten. Das sollte den Ausschlag geben denke ich.
Ansonsten ist hier etwas Erleichterung eingekehrt nach der Entscheidung des Jugendamtes Fabian ab Beginn des 2. Schuljahres einen Integrationshelfer zur Seite zu stellen. Zumindest erst mal für ein halbes Jahr - dann sehen wir weiter. In einem Jahr wollen wir ja sowieso erst mal weg - das haben wir denen natürlich nicht gesagt. Wenn ich mir Fabis Probleme in Mathe so anschaue kann es durchaus sein, dass wir nach der Rückkehr vielleicht doch über eine Förderschule nachdenken sollten. Aber warten wir erst mal das zweite Schuljahr ab - und soweit ich weiß ist es auch möglich Kinder mit Dyskalkulie in der Regelschule zu lassen, warum dann nicht auch Fabi. Kommt Zeit kommt Rat wie mein Papa jetzt sagen würde.
Der fehlt mir zu Zeit wieder öfter.

Dienstag, 12. Mai 2009

Jetzt habe ich einen langen lustig launigen Text über unser Wochenende geschrieben, und ich dumme Nuss lösche ihn aus Versehen beim Korrekturlesen.
So bleibt das Wochenende im Dunkeln der Geschichte.

Sonntag, 3. Mai 2009

Wer nur Schwiegermütter für anstrengend hält sollte es mal mit einer Mutter probieren. Der 76. Geburtstag am Dienstag macht bei insgesamt fünf geladenen Gästen minutiöse umfangreiche Planungen und Diskussionen und noch umfangreicheres Essen nötig. Entscheidender Faktor ist das absolute und bestens vorbereitete Wohlbefinden Tante Christas. Mamas kleine Schwester - anspruchsvoll, angeberisch und höchst kritisch - muss um jeden Preis zufrieden gestellt werden. Wer denkt da schon an Termine der eigenen Kinder oder Zu-Bett-Geh-Zeit der Enkel.

Lilis Ankunftstag, den wir gestern mit einem Ausflug zum Ziegeleimuseum feiern wollten entpuppte sich auch als schwierig. Zwar war die Wahl des Ziels ein voller Erfolg, aber die zu feiernde Person leider in denkbar schlechtester Stimmung.

Dafür ist am Freitag völlig unerwartet einer meiner Patienten gestorben und ich muss noch eine Karte schreiben und die Besitzer auch anrufen.

Aber die langsam nachlassende Heiserkeit, die durch den Nebel dringende Sonne und Fabians fröhliches Lächeln lassen den Montagmorgen gleich viel besser aussehen. Womöglich halten sich sogar die Fliederblüten noch, so dass die Kinder morgen kleine Fliedersträuße übergeben können. Das wird das I-Tüpfelchen auf dem perfekten Event, denn keine Blume liebt Mama mehr.