Alltag bedeutet wie alle Tage. Aber gibt es den Alltag wirklich. Auf eine merkwürdige Art ist kein Tag wie ein anderer und doch scheinen sie oft nur zu gleichförmig. Jeden Tag passieren viele Dinge - Kind krank oder gesund, Harfenvorspiel oder Karatetraining, Matheaufgaben oder Bastelei, Weihnachtseinkauf oder Praxischaos, Besuch bei meiner Mutter und Rollstuhldackel in Pflege. Auch die Arbeit in der Praxis ist oft ein Abenteuer oder regelrecht dramatisch und nicht vorhersehbar. Und obwohl all dies in den letzen zwei Tagen passierte scheint nichts zu passieren. Außer das ewige zeitstehlende Zählen der Tage bis zum Wochenende, bis zu den Ferien, bis zu besseren Zeiten, währenddessen man älter wird aber nicht weiser.
Das wundervolle Prinzip der arbeitsteiligen Gesellschaft stiehlt uns die Lebenszeit, indem es uns unfähig macht bewußt in der Gegenwart zu leben und das fabelhafte Bildungssystem stiehlt uns die Lebenszeit unserer Kinder. Wieviele Stunden und Tage sind der Erinnerung verschwunden und damit nie gelebt?
Gerade schlägt der nicht alltägliche Alltag wieder zu: Im Radio melden sie einen Ausbruch von Vogelgrippe in Niedersachsen - unsere Hühner haben ab sofort wieder Stallpflicht. Was der übliche Aktionismus der Politiker ist, Sinn und Verstand hat das natürlich nicht.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Freitag, 12. Dezember 2008
Auf meinem Kinn blüht ein Pickel und auf meiner Nase ein zweiter. Während ich Columbus massiere höre ich Jakos Frauchen mit tränenerstickter Stimme auf Band sprechen - ich möchte doch bitte mal zurückrufen. Keine 10 Minuten später spricht Frau Baer von der Grundschule drauf (ich habe gerade Bonnie auf dem Tisch): Lili hat sich in der Klasse erbrochen und sollte besser abgeholt werden.
Erst muß ich noch den Befund von Alyssa machen dann rase ich in Arbeitsklamotten zur Schule um beide Kids abzuholen. Das Lilis Klasse jetzt eigentlich ihr Weihnachtsmusical aufführen wollte fällt mir erst auf, als sie es mir sagt. Gut dass ich so verschwitzt und in den Klamotten voller Hundehaare jetzt nur zum Kinderarzt muss. Der nimmt sich viel Zeit (es bleibt ihm auch kaum was anderes übrig, denn Lili stellt ca 200 Fragen und erzählt detailliert und sehr präzise wie ihr allererstes Erbrechen abgelaufen ist), diagnostiziert wie erwartet einen Virus, mißt 39,9 Fieber und gibt mir ein Rezept.
Habe natürlich das Portemonnaie vergessen. Schnell die Kinder zu Hause abgesetzt und Lili unter eine höchstens lauwarme Dusche geschickt. Vorher noch schnell die Vorprüfung (heute) zur Karateprüfung (morgen) abgesagt. Zur Apotheke gefahren und zurück - Lili hat das Wasser viel zu warm gemacht, hatte keine Lust sich die Haare zu waschen (stinken aber!) und steht mit Schüttelfrost tropfend da. Dusche kühler gestellt, Haare waschen befohlen. Danach Fiebersaft und Zäpfchen gegen Erbrechen verabreicht, dazwischen dem Dackel die Blase ausgedrückt und in den Rolli gesetzt und für Fabi und Guido die letzen Minipizzen aus dem Tiefkühler geholt.Lili mit Scarlett, Fencheltee und Zwieback aufs Sofa, Fabi (stark erkältet) mit Lindenblütentee daneben.
Göga kommt nach Hause, isst die Pizza, bewegt den Dackel und fährt mehr zu Essen holen. Dann sagt er die Teilnahme am Klassenfest ab, während Lili (ziemlich fidel) am Recher emails verschickt, in denen sie ihr erstes Erbrechen sorgfältig dokumentiert.
Währenddessen rufe ich Jakos Herrchen an, der mir erzählt dass die HausTÄ Jako einschläfern möchte (das ist wirklich eine tolle Idee, wo sie noch nicht mal eine Diagnose gestellt hat). Ich rede mir den Mund fusselig und versuche noch eine Abklärung im CT bei Grußendorf zu erreichen - aber als ich auflege habe ich das fatale Gefühl, dass es für den hübschen Kerl zu spät ist.
Während Lili berichtet dass sie die Mathearbeit in der zweiten Stunde wohl verhauen hat versuche ich mich zu erholen. Inzwischen ist es 16 Uhr und ich muss die Praxis noch putzen und wieder anfangen.
Raja kommt zu früh, Jerry hat schlechte Laune, Balou schicke ich wegen Fieber nach Hause und Laras Frauchen hat zum ersten Mal nichts zum Essen für mich mitgebracht. Inzwischen schwitze ich so, dass ich sicher bin auch krank zu werden. Dann nur noch Josy, die mit einer neuen mittelgradigen Lahmheit glänzt. Also ab zu Steffen zum Röntgen mit Verdacht auf Kreuzbandriss.
Erst muß ich noch den Befund von Alyssa machen dann rase ich in Arbeitsklamotten zur Schule um beide Kids abzuholen. Das Lilis Klasse jetzt eigentlich ihr Weihnachtsmusical aufführen wollte fällt mir erst auf, als sie es mir sagt. Gut dass ich so verschwitzt und in den Klamotten voller Hundehaare jetzt nur zum Kinderarzt muss. Der nimmt sich viel Zeit (es bleibt ihm auch kaum was anderes übrig, denn Lili stellt ca 200 Fragen und erzählt detailliert und sehr präzise wie ihr allererstes Erbrechen abgelaufen ist), diagnostiziert wie erwartet einen Virus, mißt 39,9 Fieber und gibt mir ein Rezept.
Habe natürlich das Portemonnaie vergessen. Schnell die Kinder zu Hause abgesetzt und Lili unter eine höchstens lauwarme Dusche geschickt. Vorher noch schnell die Vorprüfung (heute) zur Karateprüfung (morgen) abgesagt. Zur Apotheke gefahren und zurück - Lili hat das Wasser viel zu warm gemacht, hatte keine Lust sich die Haare zu waschen (stinken aber!) und steht mit Schüttelfrost tropfend da. Dusche kühler gestellt, Haare waschen befohlen. Danach Fiebersaft und Zäpfchen gegen Erbrechen verabreicht, dazwischen dem Dackel die Blase ausgedrückt und in den Rolli gesetzt und für Fabi und Guido die letzen Minipizzen aus dem Tiefkühler geholt.Lili mit Scarlett, Fencheltee und Zwieback aufs Sofa, Fabi (stark erkältet) mit Lindenblütentee daneben.
Göga kommt nach Hause, isst die Pizza, bewegt den Dackel und fährt mehr zu Essen holen. Dann sagt er die Teilnahme am Klassenfest ab, während Lili (ziemlich fidel) am Recher emails verschickt, in denen sie ihr erstes Erbrechen sorgfältig dokumentiert.
Währenddessen rufe ich Jakos Herrchen an, der mir erzählt dass die HausTÄ Jako einschläfern möchte (das ist wirklich eine tolle Idee, wo sie noch nicht mal eine Diagnose gestellt hat). Ich rede mir den Mund fusselig und versuche noch eine Abklärung im CT bei Grußendorf zu erreichen - aber als ich auflege habe ich das fatale Gefühl, dass es für den hübschen Kerl zu spät ist.
Während Lili berichtet dass sie die Mathearbeit in der zweiten Stunde wohl verhauen hat versuche ich mich zu erholen. Inzwischen ist es 16 Uhr und ich muss die Praxis noch putzen und wieder anfangen.
Raja kommt zu früh, Jerry hat schlechte Laune, Balou schicke ich wegen Fieber nach Hause und Laras Frauchen hat zum ersten Mal nichts zum Essen für mich mitgebracht. Inzwischen schwitze ich so, dass ich sicher bin auch krank zu werden. Dann nur noch Josy, die mit einer neuen mittelgradigen Lahmheit glänzt. Also ab zu Steffen zum Röntgen mit Verdacht auf Kreuzbandriss.
Montag, 1. Dezember 2008
Jungs sind nicht meine Welt. Ich glaube ein Mädchen erzieht man als Frau aus dem Instinkt heraus. Und bei aller Zickerei und Nerverei - ich verstehe Lili immer auch wenn sie mich wütend macht. Jungs verstehe ich oft nicht mal, wenn sie friedlich zu zweit im Nebenzimmer spielen.. Ich sollte heilfroh sein, dass Fabian sich endlich mal verabredet hat, und die zwei sich so gut verstehen. Stattdessen lausche ich nervös und versuche sie ständig in Fabis Zimmer zu komplimentieren. Ich begreife ihre Kommunikation nicht und ihre Bewegungen scheinen mir so tölpelhaft und unkoordiniert, dass ich sie weit von allen empfindlichen Gegenständen wissen will.
Samstag, 22. November 2008
Wir haben die dümmsten Laufenten der Nation.. Letzte Nacht gegen drei bin ich im Schneetreiben raus und habe versucht sie aus dem Schnee in den Stall zu treiben - ohne jeden Erfolg. Natürlich hatte ich eine schlaflose Nacht, weil ich fürchtete dass die beiden festfrieren könnten oder sich zumindest erkälten.
Heute morgen ist am Futterbrett ein Stau wie sonst nur auf der A2. Bis jetzt habe ich gesehen: Kohlmeisen, Blaumeisen, Grünling, Bergfink, Buntspecht, Goldammer, Eichelhäher, Amsel und Kleiber. Außerdem einen hellbraunen schlanken Vogel, den ich nicht einordnen kann. An den Meisenknödeln tummeln sich die Schwanz- und Tannenmeisen. Ich muß unbedingt noch Futter für die Rotkehlchen und die anderen Insektenfresser kaufen und einen Weg finden es anzubieten, ohne dass die Enten rankommen.
Es schneit ohne Pause weiter. Wie lange hatten wir keinen richtigen Schnee mehr ? Ich mußte Fabi zeigen, wie man einen Schneemann baut und dann fragte er tatsächlich: Mama, diese Körner die vom Himmel fallen, was ist das eigentlich ?
Leider hat Lili nichts von der weissen Pracht - sie liegt immer noch mit einer Arthritis in der Hüfte auf der Couch und darf sich kaum bewegen.
Heute morgen ist am Futterbrett ein Stau wie sonst nur auf der A2. Bis jetzt habe ich gesehen: Kohlmeisen, Blaumeisen, Grünling, Bergfink, Buntspecht, Goldammer, Eichelhäher, Amsel und Kleiber. Außerdem einen hellbraunen schlanken Vogel, den ich nicht einordnen kann. An den Meisenknödeln tummeln sich die Schwanz- und Tannenmeisen. Ich muß unbedingt noch Futter für die Rotkehlchen und die anderen Insektenfresser kaufen und einen Weg finden es anzubieten, ohne dass die Enten rankommen.
Es schneit ohne Pause weiter. Wie lange hatten wir keinen richtigen Schnee mehr ? Ich mußte Fabi zeigen, wie man einen Schneemann baut und dann fragte er tatsächlich: Mama, diese Körner die vom Himmel fallen, was ist das eigentlich ?
Leider hat Lili nichts von der weissen Pracht - sie liegt immer noch mit einer Arthritis in der Hüfte auf der Couch und darf sich kaum bewegen.
Mittwoch, 12. November 2008
Auf dem Weg zu meiner Mutter hat mich der Geruch von nassem Laub überfallen. Bisher war er mir höchstens als unangenehm faulig aufgefallen, meist aber gar nicht. Diesmal erinnerte er mich an Herbsttage auf dem Schulhof meiner Grundschule auf dem hohe Bäume standen, in denen im Frühjahr die Elstern nisteten und im Herbst eine dicke Laubschicht das Laufen zu einer Rutschpartie machte.
Woher kommt so eine Geruchsverbindung nach all den Jahren? Liegt es daran, dass meine eigenen Kinder nun in der Grundschule sind? Es ist so viel Zeit vergangen seit damals und ich bin alt geworden.
Die Zeit ist sowieso ein merkwürdiges Ding. Sie scheint mit jedem Tag schneller zu laufen, was mich ständig daran erinnert dass meine innere Uhr tickt und doch erscheint sie rückblickend unglaublich gedehnt und Dinge, die erst letzten Monat waren sind wie in einen Nebel gehüllt und weit entrückt.
Für mich ist Zeit der ständige Wechsel zwischen Tag und Nacht - eine überschaubare stets ungefähr gleich lange Zeiteinheit, deren Verstreichen ich spüre und um deren nächtliche Hälfte ich mich stets durch den Schlaf betrogen fühle. Ich werde nie verstehen, wie manche genußvoll Tage verschlafen. Für mich ist das nur Zeit, die unrettbar verloren ist. Wenn ich schlafe, folge ich nur einer ärgerlichen Notwendigkeit.
Klaus Maria Brandauer hat mal gesagt, der Tod begleite ihn immer - am Tisch sitze er neben ihm, im Flugzeug hinter ihm ... So geht es mir auch. Wann hat das begonnen? Ich muss gerade erwachsen gewesen sein aber so recht kann ich mich nicht mehr erinnern. Manchmal empfinde ich das als Last, und beneide alle die sorglos leben und die Zeit nicht verstreichen sehen. Dann wieder denke ich, dass ich vielleicht das Leben bewußter genieße.
Der Geruch nach nassem Laub währte nur Sekunden und wurde dann von dem nach Hundekot als Gegenwart gelöscht. Aber nicht als Erinnerung, die ich wie ein Buch ins Regal der Vergangenheit stelle.
Woher kommt so eine Geruchsverbindung nach all den Jahren? Liegt es daran, dass meine eigenen Kinder nun in der Grundschule sind? Es ist so viel Zeit vergangen seit damals und ich bin alt geworden.
Die Zeit ist sowieso ein merkwürdiges Ding. Sie scheint mit jedem Tag schneller zu laufen, was mich ständig daran erinnert dass meine innere Uhr tickt und doch erscheint sie rückblickend unglaublich gedehnt und Dinge, die erst letzten Monat waren sind wie in einen Nebel gehüllt und weit entrückt.
Für mich ist Zeit der ständige Wechsel zwischen Tag und Nacht - eine überschaubare stets ungefähr gleich lange Zeiteinheit, deren Verstreichen ich spüre und um deren nächtliche Hälfte ich mich stets durch den Schlaf betrogen fühle. Ich werde nie verstehen, wie manche genußvoll Tage verschlafen. Für mich ist das nur Zeit, die unrettbar verloren ist. Wenn ich schlafe, folge ich nur einer ärgerlichen Notwendigkeit.
Klaus Maria Brandauer hat mal gesagt, der Tod begleite ihn immer - am Tisch sitze er neben ihm, im Flugzeug hinter ihm ... So geht es mir auch. Wann hat das begonnen? Ich muss gerade erwachsen gewesen sein aber so recht kann ich mich nicht mehr erinnern. Manchmal empfinde ich das als Last, und beneide alle die sorglos leben und die Zeit nicht verstreichen sehen. Dann wieder denke ich, dass ich vielleicht das Leben bewußter genieße.
Der Geruch nach nassem Laub währte nur Sekunden und wurde dann von dem nach Hundekot als Gegenwart gelöscht. Aber nicht als Erinnerung, die ich wie ein Buch ins Regal der Vergangenheit stelle.
Montag, 3. November 2008
In Deutschland darf niemand zweimal wegen desselben Verbrechens bestraft werden. Das Schulgesetz erlaubt aber anscheinend eine Achtjährigen um zwei Noten schlechter zu bewerten, als ihre tatsächlichen Leistungen sind, weil sie "stört". Und ihr dann gleichzeitig noch eine schlechte Kopfnote zu erteilen. Dabei sollte man doch die Lehrerin bestrafen, die Angst hat dass meine Tochter schlechte Laune bekommt wenn man sie nicht neben ihrer Freundin sitzen läßt.
Das Wochenende war so wunderbar friedlich - die Kinder waren bei Oma. Allein die Tatsache, dass es so ruhig im Haus war und alle Hintergrundgeräusche fehlten hatte den perfekten Erholungscharakter. Genug Erholung um heute das Gespräch mit Lilis Klassenlehrerin zu überstehen (siehe oben), Fabis Protestgebrüll (Zimmer aufräumen scheint eine Foltermethode für sechsjährige Jungs zu sein - man sollte das wirklich Amnesty International melden) und Lilis Konzertauftritt am Abend.
Da macht es fast nichts mehr, dass ich die Ärmel an Fabis Pullover falsch gestrickt habe und nochmal von vorne anfangen muss und der Habicht (oder wars der Fuchs - ich sollte Krimis für den Hühnerstall schreiben) den schönen neuen Hahn und die Marions junge Welsumerhenne geholt hat. Auf meinem Wunschzettel für Weihnachten steht neben so bescheidenen Dingen wie Weltfrieden, Gesundheit für die Familie und einer Reparatur meines Spinnrades auf jeden Fall auch, dass Habicht und Fuchs ein anderes Fast-Food-Restaurant finden. Vielleicht sollte ich eines eröffnen - möglicherweise handelt es sich um eine Marktlücke.
Die Wunschzettel der Kinder haben mich dieses Jahr überrascht. Zum einen sind sie bereits fertig (bisher war das immer erst Nikolaus der Fall). Zum anderen hat Lili gleich mehrere Spielzeugkataloge abgeschrieben (ist das das Kind das immer nur "Überraschungen" wollte?) während Fabian sich in ungewohnter Bescheidenheit geübt hat (den Stoffhund, der richtig pinkeln kann konnte ich ihm zum Glück ausreden, mir reicht es wenn das Kind ins Bett pinkelt).
Auf die Weihnachtseinkaufstour freue ich mich jedes Jahr als wäre ich selber noch ein Kind.... obwohl wir uns nach dem desaströsen Start in den Herbsturlaub dieses Jahr etwas in Bescheidenheit üben werden.
Die Highlights der vergangenen Woche:
Sirius frisst 350g Bonbons und spuckt nach mehreren Stunden jammervollen Jaulens literweise Zuckerwasser.
Und Lili zur Vertretungslehrerin: Warum sollen wir leise sein, wenn Sie selber so schreien?
Das Wochenende war so wunderbar friedlich - die Kinder waren bei Oma. Allein die Tatsache, dass es so ruhig im Haus war und alle Hintergrundgeräusche fehlten hatte den perfekten Erholungscharakter. Genug Erholung um heute das Gespräch mit Lilis Klassenlehrerin zu überstehen (siehe oben), Fabis Protestgebrüll (Zimmer aufräumen scheint eine Foltermethode für sechsjährige Jungs zu sein - man sollte das wirklich Amnesty International melden) und Lilis Konzertauftritt am Abend.
Da macht es fast nichts mehr, dass ich die Ärmel an Fabis Pullover falsch gestrickt habe und nochmal von vorne anfangen muss und der Habicht (oder wars der Fuchs - ich sollte Krimis für den Hühnerstall schreiben) den schönen neuen Hahn und die Marions junge Welsumerhenne geholt hat. Auf meinem Wunschzettel für Weihnachten steht neben so bescheidenen Dingen wie Weltfrieden, Gesundheit für die Familie und einer Reparatur meines Spinnrades auf jeden Fall auch, dass Habicht und Fuchs ein anderes Fast-Food-Restaurant finden. Vielleicht sollte ich eines eröffnen - möglicherweise handelt es sich um eine Marktlücke.
Die Wunschzettel der Kinder haben mich dieses Jahr überrascht. Zum einen sind sie bereits fertig (bisher war das immer erst Nikolaus der Fall). Zum anderen hat Lili gleich mehrere Spielzeugkataloge abgeschrieben (ist das das Kind das immer nur "Überraschungen" wollte?) während Fabian sich in ungewohnter Bescheidenheit geübt hat (den Stoffhund, der richtig pinkeln kann konnte ich ihm zum Glück ausreden, mir reicht es wenn das Kind ins Bett pinkelt).
Auf die Weihnachtseinkaufstour freue ich mich jedes Jahr als wäre ich selber noch ein Kind.... obwohl wir uns nach dem desaströsen Start in den Herbsturlaub dieses Jahr etwas in Bescheidenheit üben werden.
Die Highlights der vergangenen Woche:
Sirius frisst 350g Bonbons und spuckt nach mehreren Stunden jammervollen Jaulens literweise Zuckerwasser.
Und Lili zur Vertretungslehrerin: Warum sollen wir leise sein, wenn Sie selber so schreien?
Dienstag, 21. Oktober 2008
Ich denke oft, ich bin nicht abgebrüht genug für diesen Beruf. Jeder einzelne meiner Patienten geht mir nahe, und Dayans Herzinsuffizienz beschert mir eine schlaflose Nacht in der ich darüber grüble wie ich sein Frauchen diplomatisch davon überzeuge einen Spezialisten statt zum x-ten Mal den Haustierarzt aufzusuchen.
Gleichzeitig fürchte ich, dass es beim nächsten Gespräch schon zu spät sein könnte und ich dann vor lauter Selbstvorwürfen nicht bestimmter aufgetreten zu sein tagelang nicht zur Ruhe kommen.
Und so leide ich zweimal während der Hund wahrscheinlich längst wieder topfit ist.
Gleichzeitig fürchte ich, dass es beim nächsten Gespräch schon zu spät sein könnte und ich dann vor lauter Selbstvorwürfen nicht bestimmter aufgetreten zu sein tagelang nicht zur Ruhe kommen.
Und so leide ich zweimal während der Hund wahrscheinlich längst wieder topfit ist.
Samstag, 18. Oktober 2008
Heute ist ein golden leuchtender Herbsttag mit noch so viel spätsommerlicher Wärme in der Luft, daß er einem Bilderbuch oder Kitschroman entsprungen sein muß. Kein Tag zum Stubenhocken und so blieb die Arbeit liegen und wir haben stattdessen draußen nach Beschäftigungen gesucht, die dem Klischee unserer Landlust besser entsprechen. Jetzt steht die Sonne schon tief und ich wünsche mir so einen kleinen Drehknopf an meiner Uhr, der die Zeit dehnt bis ich bereit bin, den Tag loszulassen.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Was ist der Mensch gegen Fels und Berg ? - Oder funktionierenden Kutschen? Jane Austen, glaube ich in Pride and Prejudice...
Der Urlaub begann indem er nicht begann: Der Magirus sprang nicht an. Also Samstag neuen Anlasser aus Koblenz geholt und Sonntag morgen eingebaut.
Sonntag mittag gegen ein Uhr waren wir dann endlich auf dem Weg nach Süden. Kurz hinter Frankfurt übernachtet (dabei einen ausgesetzten Leonberger eingesammelt und der Polizei übergeben), das nächstemal in der Schweiz übernachtet Mama guck mal ein Berg! und dann die Nachtfähre nach Sardinien ab Genua. Mann und Kinder in die Kabine, mit Schlafsack, Isomatte und Soft Crate bewaffnet mit den Hunden an Deck. Das war so erholsam ruhig *schwärm* - da hätte ich bleiben mögen.
Aber Sardinien war dann doch noch schöner: von Olbia die Küste rauf über ein Bergdorf (eine Stunde gebraucht um Scarletts lästige Verehrer loszuwerden) nach Arzachena und zwischen den Felsen geklettert (Fabi Windeln gekauft, weil der Urlaub nicht mag und sich aufs Protestpinkeln verlegte), die Nordküste weiter entlang (und am einzigen Regentag Gigantengräber besichtigt) bis Castelsardo (unbeschreiblich schön, nur wer geht schon mit Mann, zwei Kindern und zwei Hunden in Ruhe shoppen?), weiter Richtung Westen über Alghero und Neptungrotte und die Steilküste entlang Richtung Süden bis Bosa (keine Gänsegeier gesehen) und quer durchs Land zurück (Königsnuraghen und Nekropole besichtigt, in irgendeinem Bergdorf mit dem Dicken festgefahren, Plantschen im Lago di Coghinas). Dazwischen überall fantastische Landschaften und Aussichten, nette Menschen die Sirius alle Bellissimo!!!! finden, köstlicher Pecorino und Cannonau, Traumstrände und Naturkletteranlagen...
Am letzten Tag in Olbia sind wir auf Drängen unseres Museumsjunkies noch ins archäölogische Museum gegangen und dann hieß es Abschied nehmen.
Wir kommen wieder - keine Frage!
Der Urlaub begann indem er nicht begann: Der Magirus sprang nicht an. Also Samstag neuen Anlasser aus Koblenz geholt und Sonntag morgen eingebaut.
Sonntag mittag gegen ein Uhr waren wir dann endlich auf dem Weg nach Süden. Kurz hinter Frankfurt übernachtet (dabei einen ausgesetzten Leonberger eingesammelt und der Polizei übergeben), das nächstemal in der Schweiz übernachtet Mama guck mal ein Berg! und dann die Nachtfähre nach Sardinien ab Genua. Mann und Kinder in die Kabine, mit Schlafsack, Isomatte und Soft Crate bewaffnet mit den Hunden an Deck. Das war so erholsam ruhig *schwärm* - da hätte ich bleiben mögen.
Aber Sardinien war dann doch noch schöner: von Olbia die Küste rauf über ein Bergdorf (eine Stunde gebraucht um Scarletts lästige Verehrer loszuwerden) nach Arzachena und zwischen den Felsen geklettert (Fabi Windeln gekauft, weil der Urlaub nicht mag und sich aufs Protestpinkeln verlegte), die Nordküste weiter entlang (und am einzigen Regentag Gigantengräber besichtigt) bis Castelsardo (unbeschreiblich schön, nur wer geht schon mit Mann, zwei Kindern und zwei Hunden in Ruhe shoppen?), weiter Richtung Westen über Alghero und Neptungrotte und die Steilküste entlang Richtung Süden bis Bosa (keine Gänsegeier gesehen) und quer durchs Land zurück (Königsnuraghen und Nekropole besichtigt, in irgendeinem Bergdorf mit dem Dicken festgefahren, Plantschen im Lago di Coghinas). Dazwischen überall fantastische Landschaften und Aussichten, nette Menschen die Sirius alle Bellissimo!!!! finden, köstlicher Pecorino und Cannonau, Traumstrände und Naturkletteranlagen...
Am letzten Tag in Olbia sind wir auf Drängen unseres Museumsjunkies noch ins archäölogische Museum gegangen und dann hieß es Abschied nehmen.
Wir kommen wieder - keine Frage!
Dienstag, 16. September 2008
Hurra, die Kopfläuse sind wieder da. Auf Lilis Kopf krabbelt es gewaltig, auf meinem garantiert auch (oder sind das nur die Nerven?), die Männer sind diesmal nur verdächtig.
Natürlich führt unsere Apotheke das einzig wahre Gegenmittel nicht mehr.
Irgendeine der verzweifelt angerufenen Apothekerinnen behauptete glatt es würde sowieso nicht wirken, wie sollten uns lieber was vom Kinderarzt aufschreiben lassen. Klar - das Zeug vom Kinderarzt kennen wir ( 5 Jahre Erfahrung mit Kopflauswintern und wie man sie durchsteht....): Es handelt sich um ein rein pflanzliches Nervengift mit 4! Stunden Einwirkzeit, das höllisch auf der Kopfhaut brennt und die Wirkung von reinem Quellwasser auf die Läuse hat. Über die Wirkung auf meine Kinder und uns möchte ich lieber nicht spekulieren, aber ich bin gerne bereit an den oberklugen Kinderärzten und Apothekern einige Versuche zu starten!
Also, nutzen wir die Zeit bis der Herr des Hauses mit dem richtigen Präparat heimkehrt und behandeln schon mal die Möbel mit Umgebungsspray, waschen die Kuscheltiere (um sie nachher auch noch einzusprühen), die Kleider und das Bettzeug. Kämme und Bürsten liegen schon in Gift..... alle Kontaktpersonen sind informiert, Kinder und Ehemann für morgen in der Schule entschuldigt. Ich muß morgen wieder arbeiten, aber so lange ich nicht mit den Besitzern meiner Patienten kuschle dürfte das problemlos möglich sein.
Sofern wir die Köpfe entseuchen natürlich...
Gut dass die Gefriertruhe fast leer ist (sollte eigentlich abgetaut werden, jetzt ziehen erstmal alle nicht waschbaren Kuscheltiere ein).
Wieso zieht Lili diese Biester nur so an?! Jeden Herbst und Winter erwischt es uns, manchmal sogar mehrmals. Ob sie da irgendwann rauswächst oder ob ich noch in 10 Jahren Fahrradhelme und Verkleidungskisten, Kuscheldecken und Sofakissen entseuche ?
Natürlich führt unsere Apotheke das einzig wahre Gegenmittel nicht mehr.
Irgendeine der verzweifelt angerufenen Apothekerinnen behauptete glatt es würde sowieso nicht wirken, wie sollten uns lieber was vom Kinderarzt aufschreiben lassen. Klar - das Zeug vom Kinderarzt kennen wir ( 5 Jahre Erfahrung mit Kopflauswintern und wie man sie durchsteht....): Es handelt sich um ein rein pflanzliches Nervengift mit 4! Stunden Einwirkzeit, das höllisch auf der Kopfhaut brennt und die Wirkung von reinem Quellwasser auf die Läuse hat. Über die Wirkung auf meine Kinder und uns möchte ich lieber nicht spekulieren, aber ich bin gerne bereit an den oberklugen Kinderärzten und Apothekern einige Versuche zu starten!
Also, nutzen wir die Zeit bis der Herr des Hauses mit dem richtigen Präparat heimkehrt und behandeln schon mal die Möbel mit Umgebungsspray, waschen die Kuscheltiere (um sie nachher auch noch einzusprühen), die Kleider und das Bettzeug. Kämme und Bürsten liegen schon in Gift..... alle Kontaktpersonen sind informiert, Kinder und Ehemann für morgen in der Schule entschuldigt. Ich muß morgen wieder arbeiten, aber so lange ich nicht mit den Besitzern meiner Patienten kuschle dürfte das problemlos möglich sein.
Sofern wir die Köpfe entseuchen natürlich...
Gut dass die Gefriertruhe fast leer ist (sollte eigentlich abgetaut werden, jetzt ziehen erstmal alle nicht waschbaren Kuscheltiere ein).
Wieso zieht Lili diese Biester nur so an?! Jeden Herbst und Winter erwischt es uns, manchmal sogar mehrmals. Ob sie da irgendwann rauswächst oder ob ich noch in 10 Jahren Fahrradhelme und Verkleidungskisten, Kuscheldecken und Sofakissen entseuche ?
Donnerstag, 11. September 2008
Wieviel Kaffee verträgt eine Tastatur? Nach einer üppigen Dosis eines Heißgetränks blockiert die Leertaste immer mal wieder und verhindert jegliche Schreiblust. Natürlich bin ich jedem Tipp zum Trockenlegen von Computertastaturen gefolgt, aber irgendwie scheinen meine heilenden Hände auf Elektronik wenig Wirkung zu haben...
Auf Kinder auch nicht wie es scheint: Fabian ist inzwischen in der Schule und zu Hause praktisch außer Kontrolle - er wird gewalttätig und zeigt Fremden gegenüber wieder ebensowenig Distanz wie vor einem Jahr. Das heißt auch, dass wir ihn nicht mehr allein vor die Tür lassen können und führt zu noch mehr Organisationschaos im Alltag. Aus der Karategruppe ist er wegen Schlägereien rausgeflogen, in der Schule kommt er nach der Pause nicht wieder rein, rennt während der Stunden rum, tut nie nie nie was er gesagt bekommt (entweder nichts oder das Gegenteil), klammert sich an die Kunstlehrerin, hat mit allen Kindern Streit usw usw.
Nächste Woche stehen entsprechende Gespräche an, aber man glaubt die Antworten ja schon zu kennen... Wer wettet dagegen?
Die Psychologin: Er ist so unsicher, braucht mehr Lob (ja toll, aber wofür?) und ganz viel Ansprache.
Die Klassenlehrerin: Das kann ich nicht leisten. Vielleicht ist er auf einer Regelschule nicht richtig oder es liegt am Elternhaus.
Die Sozialarbeiterin: Er muß noch Regeln lernen (ja ja, daran arbeiten zig Leute seit vier Jahren)
Die Fachlehrer: Das geht gar nicht. Stellen Sie das Problem ab (gerne - wo ist der Knopf zumAbschalten bitte?).
Alle Nachbarn und Bekannten: Ich kenne da eine tolle Therapeutin/Heilpraktikerin/Ärztin/Psychologin. Geht doch mal da hin.
Aber ansonsten ist es bis jetzt ein herrlicher September und ich erinnere mich täglich dankbar zu sein für dieses wundervolle Wetter und die Natur um uns herum. Die Dahlien blühen dank der Laufenten (keine Schnecken dieses Jahr), die meisten Rosen blühen noch einmal, der Knöterich hängt zart und bräutlich über dem Zaun und meine Tochter blüht glatt und braun wie eine indische Blume so leichtfüßig wie ein Floh und so fröhlich wie die Vögel in der Birke vorm Haus.
Dennoch: ich bin schon wieder urlaubsreif und der Truck braucht Ersatzteile bevor wir in zwei Wochen fahren können - obs klappt hängt auch vom Drive des Liebsten ab, und der ist auch völlig erschöpft zur Zeit. Ich hoffe auf mein Glück.
Auf Kinder auch nicht wie es scheint: Fabian ist inzwischen in der Schule und zu Hause praktisch außer Kontrolle - er wird gewalttätig und zeigt Fremden gegenüber wieder ebensowenig Distanz wie vor einem Jahr. Das heißt auch, dass wir ihn nicht mehr allein vor die Tür lassen können und führt zu noch mehr Organisationschaos im Alltag. Aus der Karategruppe ist er wegen Schlägereien rausgeflogen, in der Schule kommt er nach der Pause nicht wieder rein, rennt während der Stunden rum, tut nie nie nie was er gesagt bekommt (entweder nichts oder das Gegenteil), klammert sich an die Kunstlehrerin, hat mit allen Kindern Streit usw usw.
Nächste Woche stehen entsprechende Gespräche an, aber man glaubt die Antworten ja schon zu kennen... Wer wettet dagegen?
Die Psychologin: Er ist so unsicher, braucht mehr Lob (ja toll, aber wofür?) und ganz viel Ansprache.
Die Klassenlehrerin: Das kann ich nicht leisten. Vielleicht ist er auf einer Regelschule nicht richtig oder es liegt am Elternhaus.
Die Sozialarbeiterin: Er muß noch Regeln lernen (ja ja, daran arbeiten zig Leute seit vier Jahren)
Die Fachlehrer: Das geht gar nicht. Stellen Sie das Problem ab (gerne - wo ist der Knopf zumAbschalten bitte?).
Alle Nachbarn und Bekannten: Ich kenne da eine tolle Therapeutin/Heilpraktikerin/Ärztin/Psychologin. Geht doch mal da hin.
Aber ansonsten ist es bis jetzt ein herrlicher September und ich erinnere mich täglich dankbar zu sein für dieses wundervolle Wetter und die Natur um uns herum. Die Dahlien blühen dank der Laufenten (keine Schnecken dieses Jahr), die meisten Rosen blühen noch einmal, der Knöterich hängt zart und bräutlich über dem Zaun und meine Tochter blüht glatt und braun wie eine indische Blume so leichtfüßig wie ein Floh und so fröhlich wie die Vögel in der Birke vorm Haus.
Dennoch: ich bin schon wieder urlaubsreif und der Truck braucht Ersatzteile bevor wir in zwei Wochen fahren können - obs klappt hängt auch vom Drive des Liebsten ab, und der ist auch völlig erschöpft zur Zeit. Ich hoffe auf mein Glück.
Sonntag, 31. August 2008
Wenn es meine eigene Familie betrifft ist alles ganz anders. Die kleine OP, die Scarlett heute morgen durchstehen muss macht mich gründlich nervös und erfüllt mich mit Mitleid für die zarte Maus, bevor sie angefangen hat. Dabei ist eigentlich kein Grund zur Besorgnis und so zart ist sie auch nicht - sie kultiviert dieses Bild von sich nur sehr geschickt.
Tut das nicht jeder - ein Bild von sich entwerfen und verfolgen? Warum verblüfft es so bei einem Hund? Weil die Legende sagt ein Hund könne nicht lügen. Dabei lügen Hunde oft - sie geben Signale um uns zu beeinflussen. Bedeutet das nicht eine bewußte Handlung ? Tatsächlich ist selbst die Treue eines Hundes keine Selbverständlichkeit wie gerne angenommen. Wir werden zwar reich beschenkt, wenn sie uns gewährt wird aber es gibt kein Anrecht darauf.
Ich habe einmal gelesen, dass die Chinesen glauben man werde als Hund wiedergeboren, wenn man als Mensch illoyal gewesen sei.
Nun der kleine Knubbel an Scarletts Knie wird aus Vernunftsgründen heute entfernt - noch stelle ich meine Gefühle nicht über das was ich gelernt habe.
Mit den Kindern geht mir das oft anders. Trotz Elterntraining und Erziehungsberatung setze ich wenig vom Erlernten um und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich aus dem Bauch heraus agiere. Was die bessere Methode ist kann ich bis jetzt nicht entscheiden.
Tut das nicht jeder - ein Bild von sich entwerfen und verfolgen? Warum verblüfft es so bei einem Hund? Weil die Legende sagt ein Hund könne nicht lügen. Dabei lügen Hunde oft - sie geben Signale um uns zu beeinflussen. Bedeutet das nicht eine bewußte Handlung ? Tatsächlich ist selbst die Treue eines Hundes keine Selbverständlichkeit wie gerne angenommen. Wir werden zwar reich beschenkt, wenn sie uns gewährt wird aber es gibt kein Anrecht darauf.
Ich habe einmal gelesen, dass die Chinesen glauben man werde als Hund wiedergeboren, wenn man als Mensch illoyal gewesen sei.
Nun der kleine Knubbel an Scarletts Knie wird aus Vernunftsgründen heute entfernt - noch stelle ich meine Gefühle nicht über das was ich gelernt habe.
Mit den Kindern geht mir das oft anders. Trotz Elterntraining und Erziehungsberatung setze ich wenig vom Erlernten um und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich aus dem Bauch heraus agiere. Was die bessere Methode ist kann ich bis jetzt nicht entscheiden.
Donnerstag, 14. August 2008
Weiß jemand, wie schnell sich der durchschnittliche Schüler bei seinen Lehrern unbeliebt machen kann? Nicht daß ich glaube meine Kinder seien durchschnittlich. Sie sind ganz zweifellos überdurchschnittlich. Nur daß ich mir ein wenig mehr Durchschnittlichkeit gelegentlich wünschen würde.
Zum Beispiel wenn mein Junior gleich am ersten richtigen Unterrichtstag eine Viertelstunde länger bleiben muss - weil er den funkelnagenneuen Tisch absichtlicherweise mit Krakeleien verziert hat. Und wenn er am zweiten Tag selbiges mit seinem Arbeitsblatt fortführt.
Aber auch wenn mein ewig barfüßiger Wirbelsturm (wieso gibt es keine weibliche Form von Sturm: Tornado, Taifun, Hurricane - alles männlich) ihre Begabung darin ausdrückt zwei Stunden lang falsche Lösungen für die öden Rechnenaufgaben zu erfinden.
Immerhin hat sie bei ihrem Schulstart vor zwei Jahren ganze fünf Tage gebraucht, bis sie ihrer Lehrerin eine Topfpflanze vor die Füsse warf.
Der Laufzettel meines Lebens vom gestrigen Tage enthielt auch den Punkt: Kinder zum Karate (ob es so klug ist diese Kinder in einer Kampftechnik ausbilden zu lassen?). Für Freund Fabi das erste Mal. Beim Abholen ließ sich R. erschöpft in einen Sessel fallen, wischte sich den Schweiss von der Stirn, blickte mir tief in die Augen und sagte: Der ist ja genau so wie Lili. Schwang da etwas wie Bewunderung in seiner Stimme mit und war es bloß Mitleid ? Der Mann hat mindestens den schwarzen Gürtel und den Ruf besonders streng zu sein.
Ganz offensichtlich sind meine Kinder von dieser Demonstration glatzköpfiger Männlichkeit vollkommen unbeeindruckt.
Mit einem mehr als vierundzwanzigstündigen Abstand kann ich das möglicherweise auch als eine positive Eigenschaft ausdeuten - gestern fehlte mir dazu um ehrlich zu sein die notwendige heiligenmäßige Gelassenheit.
Ich höre Sirius an der abgeschlossenen Schlafzimmertür randalieren, und gehe wohl besser rauf und ins Bett bevor er die Tür eintritt. Abschließen erschien mir sinnvoll, da er in trunkener Liebestollheit mangels williger Weiblichkeit die Bettdecke meines menschlichen Bettnachbars zerlegt hatte. Jetzt zerlegt er die Tür, weil er schlafen will.
Nicht schlafen wird unser Whisky - seines Zeichens Schafbock, der mit einer albern aussehenden Lederschürze um den Bauch heiser brüllend schmachtend am Zaun zur Mädelswiese randaliert.
Das hübsche Schürzchen nennt man mißverständlicherweise Bockschürze, dabei soll es gerade verhindern daß er tut was er am liebsten tut, falls er es doch wieder schafft den Zaun zu überwinden.
Zum Beispiel wenn mein Junior gleich am ersten richtigen Unterrichtstag eine Viertelstunde länger bleiben muss - weil er den funkelnagenneuen Tisch absichtlicherweise mit Krakeleien verziert hat. Und wenn er am zweiten Tag selbiges mit seinem Arbeitsblatt fortführt.
Aber auch wenn mein ewig barfüßiger Wirbelsturm (wieso gibt es keine weibliche Form von Sturm: Tornado, Taifun, Hurricane - alles männlich) ihre Begabung darin ausdrückt zwei Stunden lang falsche Lösungen für die öden Rechnenaufgaben zu erfinden.
Immerhin hat sie bei ihrem Schulstart vor zwei Jahren ganze fünf Tage gebraucht, bis sie ihrer Lehrerin eine Topfpflanze vor die Füsse warf.
Der Laufzettel meines Lebens vom gestrigen Tage enthielt auch den Punkt: Kinder zum Karate (ob es so klug ist diese Kinder in einer Kampftechnik ausbilden zu lassen?). Für Freund Fabi das erste Mal. Beim Abholen ließ sich R. erschöpft in einen Sessel fallen, wischte sich den Schweiss von der Stirn, blickte mir tief in die Augen und sagte: Der ist ja genau so wie Lili. Schwang da etwas wie Bewunderung in seiner Stimme mit und war es bloß Mitleid ? Der Mann hat mindestens den schwarzen Gürtel und den Ruf besonders streng zu sein.
Ganz offensichtlich sind meine Kinder von dieser Demonstration glatzköpfiger Männlichkeit vollkommen unbeeindruckt.
Mit einem mehr als vierundzwanzigstündigen Abstand kann ich das möglicherweise auch als eine positive Eigenschaft ausdeuten - gestern fehlte mir dazu um ehrlich zu sein die notwendige heiligenmäßige Gelassenheit.
Ich höre Sirius an der abgeschlossenen Schlafzimmertür randalieren, und gehe wohl besser rauf und ins Bett bevor er die Tür eintritt. Abschließen erschien mir sinnvoll, da er in trunkener Liebestollheit mangels williger Weiblichkeit die Bettdecke meines menschlichen Bettnachbars zerlegt hatte. Jetzt zerlegt er die Tür, weil er schlafen will.
Nicht schlafen wird unser Whisky - seines Zeichens Schafbock, der mit einer albern aussehenden Lederschürze um den Bauch heiser brüllend schmachtend am Zaun zur Mädelswiese randaliert.
Das hübsche Schürzchen nennt man mißverständlicherweise Bockschürze, dabei soll es gerade verhindern daß er tut was er am liebsten tut, falls er es doch wieder schafft den Zaun zu überwinden.
Montag, 11. August 2008
Fabi beim Schulanfangsgottesdienst.
Pastorin: Jetzt singen Eure Eltern und Geschwister für Euch das Lied vom Blatt - Ihr könnt ja noch nicht lesen.
Fabi (sehr laut): NATÜRLICH kann ich schon lesen.
Patorin: Na ja, ein bißchen.
Fabi, zwei Minuten später (nicht viel leiser): Du hast die dritte Strophe vergessen!!
Pastorin: Jetzt singen Eure Eltern und Geschwister für Euch das Lied vom Blatt - Ihr könnt ja noch nicht lesen.
Fabi (sehr laut): NATÜRLICH kann ich schon lesen.
Patorin: Na ja, ein bißchen.
Fabi, zwei Minuten später (nicht viel leiser): Du hast die dritte Strophe vergessen!!
Mittwoch, 6. August 2008
Der Urlaub war ein voller Erfolg, selten habe ich mich so entspannen können - und das obwohl Fabi täglich zwanzigmal Grenzen getestet hat (aber das kennen wir ja aus jedem Urlaub). Der Moby Truck hat uns brav von Ort zu Ort gebracht und sogar die Hunde haben das ganze genossen. Ich hatte wegen unserer Sofaprinzessin ja mit Schwierigkeiten gerechnet, aber sie war ganz wunderbar: aufmerksam, neugierig und sehr gelassen, selbst wenn wir sie am Wohnmobil anbinden mußten. Nur dass sie und Sirius dann Houdini mit ihren Leinen gespielt haben: zweimal um die eigenen Füße, dann um einen Menschen, um die Leiter und schließlich unter dem anderen Hund durch - und dann ein unglückliches "Hol-mich-hier-raus" :-).
Wieder zuhause angekommen ging es natürlich nicht so entspannt weiter. A. hat die Praxis zwar gut betreut, aber eine Durchsicht meiner Kartei läßt vermuten, dass sie angefangen hat Kunden abzuwerben. Heute nachmittag führe ich ihre Nachfolgerin D. durch die Praxis und zeige ihr erstmal die Abläufe. Hoffentlich kommen wir zusammen klar!
Obendrein ist Fabi gerade mit Papa zum Augenarzt, im Urlaub kam mir trotz aller Einschulungsuntersuchungen der Verdacht, dass er auf die mittlere Entfernung nicht gut sieht.
Übrigens haben wir im Urlaub einen wertvollen Tipp bekommen, was die Kids angeht: www.paepki.de Es gibt sogar in Vlotho eine Therapeutin - das wollen wir auf jeden Fall noch probieren.
Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, wie Dinge zusammenhängen. Auf dem ersten Campingplatz habe ich gegen meine Gewohnheit einer Familie eine Beratung zu ihrem Hund angeboten. Auf dem zweiten sprach mich dann eine Frau von selbst auf die Kinder und paepki an. So kam das Gute, das ich gegeben hatte ganz schnell zu mir zurück (nein, ich glaube nicht an Kettenbriefe ;-) ).
Der Preis für den Urlaub ist die doppelte Arbeit jetzt - ich weiß vor lauter Kram auf dem Schreibtisch nicht womit anfangen *seufz*. Aber jetzt gehe ich erst mal arbeiten :-).
Wieder zuhause angekommen ging es natürlich nicht so entspannt weiter. A. hat die Praxis zwar gut betreut, aber eine Durchsicht meiner Kartei läßt vermuten, dass sie angefangen hat Kunden abzuwerben. Heute nachmittag führe ich ihre Nachfolgerin D. durch die Praxis und zeige ihr erstmal die Abläufe. Hoffentlich kommen wir zusammen klar!
Obendrein ist Fabi gerade mit Papa zum Augenarzt, im Urlaub kam mir trotz aller Einschulungsuntersuchungen der Verdacht, dass er auf die mittlere Entfernung nicht gut sieht.
Übrigens haben wir im Urlaub einen wertvollen Tipp bekommen, was die Kids angeht: www.paepki.de Es gibt sogar in Vlotho eine Therapeutin - das wollen wir auf jeden Fall noch probieren.
Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, wie Dinge zusammenhängen. Auf dem ersten Campingplatz habe ich gegen meine Gewohnheit einer Familie eine Beratung zu ihrem Hund angeboten. Auf dem zweiten sprach mich dann eine Frau von selbst auf die Kinder und paepki an. So kam das Gute, das ich gegeben hatte ganz schnell zu mir zurück (nein, ich glaube nicht an Kettenbriefe ;-) ).
Der Preis für den Urlaub ist die doppelte Arbeit jetzt - ich weiß vor lauter Kram auf dem Schreibtisch nicht womit anfangen *seufz*. Aber jetzt gehe ich erst mal arbeiten :-).
Freitag, 25. Juli 2008
Am Sonntagabend habe ich die Pumpe von Wasserlaufband zerschossen - lief zu lange trocken... Montag und Dienstag früh alle Wassertermine abgesagt und Dienstag neue Pumpe einbauen lassen.
Der Magirus springt am Montagmorgen nicht an, und Guido braucht bis abends um den Fehler zu finden - also erst dann in die Werkstatt um Sicherheitsgurte für die Kids einzubauen. Die vertrösten und von einem Tag auf den anderen. Donnerstag raste ich aus und brülle den Meister zusammen - eine Stunde später ist er fertig.
Dann kommt Burre, mein Lieblingstischler endlich zum Zuge: Sitzecke , Bett und Kinderbank (als Klappbett) rein.
In der Praxis ein Notfall am anderen (Jule mit Schlaganfall, Dayan mit Bandscheibenvorfall, Waldo hat sein künstliches Kreuzband zerlegt und Coro hat was undefinierbares), Fabi bockt den ganzen Donnerstag und Lili rammt sich heute noch ein paar Splitter tief in den Fuß, die der Kinderarzt rauholen muß. Sie hat natürlich dabei die ganze Zeit Fragen abgefeuert - erinnerte mich wieder an den Zahnarzt, der ihr eine Maulsperre verpassen musste um arbeiten zu können....
Morgen wollen wir in Urlaub und noch ist fast nichts gepackt... na wird schon. Ein paar Tage Nordsee werden uns gut tun. Noch mehr Aufregung brauche ich jetzt nicht.
Der Magirus springt am Montagmorgen nicht an, und Guido braucht bis abends um den Fehler zu finden - also erst dann in die Werkstatt um Sicherheitsgurte für die Kids einzubauen. Die vertrösten und von einem Tag auf den anderen. Donnerstag raste ich aus und brülle den Meister zusammen - eine Stunde später ist er fertig.
Dann kommt Burre, mein Lieblingstischler endlich zum Zuge: Sitzecke , Bett und Kinderbank (als Klappbett) rein.
In der Praxis ein Notfall am anderen (Jule mit Schlaganfall, Dayan mit Bandscheibenvorfall, Waldo hat sein künstliches Kreuzband zerlegt und Coro hat was undefinierbares), Fabi bockt den ganzen Donnerstag und Lili rammt sich heute noch ein paar Splitter tief in den Fuß, die der Kinderarzt rauholen muß. Sie hat natürlich dabei die ganze Zeit Fragen abgefeuert - erinnerte mich wieder an den Zahnarzt, der ihr eine Maulsperre verpassen musste um arbeiten zu können....
Morgen wollen wir in Urlaub und noch ist fast nichts gepackt... na wird schon. Ein paar Tage Nordsee werden uns gut tun. Noch mehr Aufregung brauche ich jetzt nicht.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Besuch meines Schwiegerdrachen ist überstanden - war gar nicht schlimm. Offenbar ist Schonzeit für Schwiegertöchter.
Heute noch die Nachprüfungen überstehen, und dann ist langes Wochenende *freu*, wenn das Wetter mitspielt fahre ich mit den Kids morgen ins Freilichtmuseum nach Oerlinghausen, sonst gibts malen-nach-Zahlen.
Heute abend erst mal Treffen mit D. - ich hoffe, vielleicht hat sie Lust und Zeit hier mitzuarbeiten ? Die Atmosphäre mit A. wird immer dicker. Mit graut zwar davor sie zu feuern (sie kennt hier Gott und die Welt und kann bestimmt ganz schön schwierig werden...), aber so macht das auch keinen Spaß mehr. Ich will mich auf die Hunde konzentrieren und nicht über die Launen der Menschen grübeln müssen. Natürlich ist ein Wechsel auch Stress - A. kann alles und kommt selbständig klar, da fange ich mit einer neuen bei Null wieder an *stöhn*.
Am liebsten würde ich einfach allein weitermachen, aber dann müßte ich Patienten ablehnen und dass widerspricht meiner Ethik so sehr, dass ich es nicht über mich bringe.
Heute noch die Nachprüfungen überstehen, und dann ist langes Wochenende *freu*, wenn das Wetter mitspielt fahre ich mit den Kids morgen ins Freilichtmuseum nach Oerlinghausen, sonst gibts malen-nach-Zahlen.
Heute abend erst mal Treffen mit D. - ich hoffe, vielleicht hat sie Lust und Zeit hier mitzuarbeiten ? Die Atmosphäre mit A. wird immer dicker. Mit graut zwar davor sie zu feuern (sie kennt hier Gott und die Welt und kann bestimmt ganz schön schwierig werden...), aber so macht das auch keinen Spaß mehr. Ich will mich auf die Hunde konzentrieren und nicht über die Launen der Menschen grübeln müssen. Natürlich ist ein Wechsel auch Stress - A. kann alles und kommt selbständig klar, da fange ich mit einer neuen bei Null wieder an *stöhn*.
Am liebsten würde ich einfach allein weitermachen, aber dann müßte ich Patienten ablehnen und dass widerspricht meiner Ethik so sehr, dass ich es nicht über mich bringe.
Samstag, 12. Juli 2008
Heute morgen haben wir Keller und Garagen vom angesammelten Müll befreit und eine Mulde damit voll gemacht. Pünktlich um 7.30 stand der freundliche Fahrer mit dem dicken Auto vor der Tür und klingelte. Als ich schlaftrunken im Bademantel an die Tür torkelte wurde sein Lächeln sogar noch eine Spur breiter. Natürlich war mein Göttergatte schon mit den Hunden außer Haus und hatte mich nicht geweckt. Sehr rücksichtsvoll von ihm.
Weil kleine Sünden sofort bestraft werden hat er sich bei der Schlepperei an einem rostigen Nagel verletzt und mußte nachmittags noch zum Notarzt.
Jetzt sitzen wir hier auf glühenden Kohlen und warten auf den erlösenden Anruf, dass wir Lili in Bielefeld abholen können.
Weil kleine Sünden sofort bestraft werden hat er sich bei der Schlepperei an einem rostigen Nagel verletzt und mußte nachmittags noch zum Notarzt.
Jetzt sitzen wir hier auf glühenden Kohlen und warten auf den erlösenden Anruf, dass wir Lili in Bielefeld abholen können.
Dienstag, 8. Juli 2008
Heute mogen lag unsere hübsche Ente tot auf dem Rasen. Der Erpel aufgeregt daneben, versuchte sie immer wieder anzustupsen und zum Aufstehen zu bewegen. Ein Bild zum Weinen. Später lief er rufend durch den Garten. Ich hatte keine Ahnung, dass Enten so trauern können. Zum Glück nicht so lange. Nach vielen Telefonaten läuft jetzt eine neue Laufidame durchs Gelände - nicht so hübsch natürlich und längst nicht so charmant, aber er ist glücklich.
Freitag, 4. Juli 2008
Überall Berge von sauberen gefalteten Kindersachen. Gute Sachen für Fabian, der gleich für eine Woche zur Oma fährt und die ältesten Plünnen für Lili, die heute Nacht Richtung Feriencamp nach Föhr startet. Hektische letzte Vorbereitungen... Gummistiefel passen nicht mehr, wo ist der Impfausweis, welches Kuscheltier bekommt das Privileg zu reisen...
Montag, 30. Juni 2008
Immer neuer Ärger. Nun will keiner den Magirus versichern - jedenfalls nicht mit dem gewünschten Kennzeichen und wir müssen neu überlegen.
Dabei hatte alles so einfach geklungen - das Straßenverkehrsamt wollte auch gerne helfen, nur leider ist es nicht so einfach Versicherung und das Amt auf einen Nenner zu bringen. Entweder wird die Versicherung wahnsinnig teuer oder wir brauchen ein Oldtimergutachten, das wir ohne Rückbauten kaum kriegen werden.
Es ist zum Mäusemelken, schließlich war der Wagen doch bis letzten Freitag versichert und angemeldet.
Obendrein spielen die Jungböcke Außreißerkönig und verheddern sich bei ihren Fluchtversuchen wie lauter Houdinis im Elektronetz und Guido steht heute morgen mal wieder ein Gespräch mit A. bevor.
Heute Abend Paxis bis 21 Uhr und dann noch Geburtstagkuchen backen, Raum schmücken etc.
Und dabei erwarten die Kinder ein ferienmäßig fröhliches Programm.
Dabei hatte alles so einfach geklungen - das Straßenverkehrsamt wollte auch gerne helfen, nur leider ist es nicht so einfach Versicherung und das Amt auf einen Nenner zu bringen. Entweder wird die Versicherung wahnsinnig teuer oder wir brauchen ein Oldtimergutachten, das wir ohne Rückbauten kaum kriegen werden.
Es ist zum Mäusemelken, schließlich war der Wagen doch bis letzten Freitag versichert und angemeldet.
Obendrein spielen die Jungböcke Außreißerkönig und verheddern sich bei ihren Fluchtversuchen wie lauter Houdinis im Elektronetz und Guido steht heute morgen mal wieder ein Gespräch mit A. bevor.
Heute Abend Paxis bis 21 Uhr und dann noch Geburtstagkuchen backen, Raum schmücken etc.
Und dabei erwarten die Kinder ein ferienmäßig fröhliches Programm.
Freitag, 27. Juni 2008
Arbeitgeberin ist nicht mein Beruf. Diese ganzen Verhandlungen, Erkundigungen, Rechtsauskünfte und Steuerberatergespräche um den Arbeitsvertrag meiner ersten Angestellten kosten mich den vorletzten Nerv. Vielleicht auch den letzten - jedenfalls zwei zu viel.
Ausnahmsweise hört Ihr von mir keine Stoßseufzer zum überreglementierten Deutschland, sondern nur den Ruf nach einem absolut rechtlich wasserdichten, allen Seiten zur Zufriedenheit gereichendem Vertrag, dessen Erstellung allerdings beinah unmöglich scheint und das gute Verhältnis zu A. zu gefährden beginnt.
Oder gab es dieses gute Verhältnis nie ? War ich zu grosszügig und gutgläubig ? Auch dafür gibt es leider Anzeichen, ich fühle mich bereits von ihr unter Druck gesetzt. Ich glaube nicht, dass ich da überempfindlich bin.
Dann bliebe mir noch das Gejammer der Priviligierten des 19. Jahrhunderts: Es wird immer schwieriger gutes Personal zu bekommen!
Tröstlich nur, dass es ansonsten im Moment keinen Anlass zu Gejammer gibt. So lange es keine echten Probleme gibt kann man sich ein bißchen genervte Arbeitgeberin leisten.
Ausnahmsweise hört Ihr von mir keine Stoßseufzer zum überreglementierten Deutschland, sondern nur den Ruf nach einem absolut rechtlich wasserdichten, allen Seiten zur Zufriedenheit gereichendem Vertrag, dessen Erstellung allerdings beinah unmöglich scheint und das gute Verhältnis zu A. zu gefährden beginnt.
Oder gab es dieses gute Verhältnis nie ? War ich zu grosszügig und gutgläubig ? Auch dafür gibt es leider Anzeichen, ich fühle mich bereits von ihr unter Druck gesetzt. Ich glaube nicht, dass ich da überempfindlich bin.
Dann bliebe mir noch das Gejammer der Priviligierten des 19. Jahrhunderts: Es wird immer schwieriger gutes Personal zu bekommen!
Tröstlich nur, dass es ansonsten im Moment keinen Anlass zu Gejammer gibt. So lange es keine echten Probleme gibt kann man sich ein bißchen genervte Arbeitgeberin leisten.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Ein paar Minuten Langeweile - ersehnter Zustand und doch etwas was ich sofort zu beenden suche. Nicht weiter schwierig, es ist immer etwas zu tun. Aber heute nachmittag ist nichts so dringend, dass es nicht bis morgen bequem Zeit hätte und Haus und Hof sind gespenstisch ruhig. Nach ein paar Minuten ziellosen Herumstreifens beschließe ich etwas Sinnvolles zu tun und nehme mir eine Fachlektüre. Dazu habe ich selten Zeit und Lust und schon nach wenigen Kapiteln Lesens in der Sonne fühle ich mich unglaublich entspannt. Eine merkwürdige Reaktion, die wohl auf die Beseitigung eines latenten schlechten Gewissens zurückzuführen ist.
Tatsächlich ergehe ich mich jetzt ganz ohne Langeweile im Betrachten der Stockrosenknospen. Nichtstun in Reinform.
Bedeutet das, dass Empfinden von Langeweile nichts als ein Ausdruck eines schlechten Gewissens ist - und wir empfinden deshalb keine wenn wir uns nach einer vollbrachten Leistung dem dolce vita hingeben? Richtig dosierte Faulheit ist ein Stück Lebenskunst (Goethe, glaube ich.). Heute bin ich eine Künstlerin.
Tatsächlich ergehe ich mich jetzt ganz ohne Langeweile im Betrachten der Stockrosenknospen. Nichtstun in Reinform.
Bedeutet das, dass Empfinden von Langeweile nichts als ein Ausdruck eines schlechten Gewissens ist - und wir empfinden deshalb keine wenn wir uns nach einer vollbrachten Leistung dem dolce vita hingeben? Richtig dosierte Faulheit ist ein Stück Lebenskunst (Goethe, glaube ich.). Heute bin ich eine Künstlerin.
Montag, 23. Juni 2008
Der Zusammenbau eines Einrades sollte in wenigen Minuten erfolgen - so die Aufbauanleitung. Leider fehlt die Definition wieviel Minuten wenig sind. Sind es weniger als fünf ? Oder sind zwanzig Minuten auch noch wenige ? Im Gesamtzusammenhang sind möglicherweise 1000 auch wenig - immerhin hat die Woche nur etwas über 10 000 und was ist schon eine Woche unseres Lebens. Von Montag früh bis Sonntag abend verfliegt schneller als uns lieb ist, und im Nu sind Monate und Jahre vergangen.
Da sind 90 Minuten stirnrunzelndes, brummelndes, verbissenes Schrauben ein Wimpernschlag.
Da sind 90 Minuten stirnrunzelndes, brummelndes, verbissenes Schrauben ein Wimpernschlag.
Montag, 16. Juni 2008
Beim Lesen der Nachrichten macht sich immer Wut und Verzweiflung in mir breit, aber es gelingt mir gut sie so zu verdrängen, dass ich mein Leben wenig berührt weiter führen kann. Heute jedoch wird mir das Herz eng, wenn ich von den Zuständen in Zimbabwe lese. Wie mag es den Menschen, die wir dort kannten jetzt gehen? Es gibt schon lange keinen Kontakt mehr. Sie schreien dort um Hilfe gegen Mugabes Tyrannei und Willkür und niemand will sie hören. Die Weltpolizei und ihre Schergen interessieren sich nur für jene Länder, die ihnen Reichtum versprechen, es wird nicht einmal laut nachgedacht über einen offiziellen Protest gegen Folter und Unterdrückung. Wo sind die Menschenrechtsorganisationen? Menschenrechte nur für Weiße? Demokratie nur für Inhaber von Bodenschätzen oder strategisch wichtigen Häfen?
Diese menschenverachtende Gleichgültigkeit stellt uns alle auf eine Stufe mit Robert Mugabe, denn wir sind auch verantwortlich für das, was wir nicht tun.
Diese menschenverachtende Gleichgültigkeit stellt uns alle auf eine Stufe mit Robert Mugabe, denn wir sind auch verantwortlich für das, was wir nicht tun.
Donnerstag, 12. Juni 2008
Entenpfützen riechen wie Schildkröten.
Beim Ausschütten des Entenplaschbeckens heute morgen stieg mir ein vergessener Geruch in die Nase: das Schildkrötenbecken meiner Kindheit. Die beiden kleinen Wasserschildkröten haben nicht lang überlebt, obwohl wir uns so viel Mühe mit ihnen gemacht haben aber ich erinnere mich noch genau an die kleinen Kreaturen mit dem roten Wangenfleck und das Becken im Kinderzimmer. Den Geruch aber hätte ich nicht mehr beschreiben können. Eben wie Entenpfütze. Nicht dass das Entenplanschbecken unsauber wäre - ich wechsle mindestens einmal täglich das Wasser, aber nach dem Regen riecht es eben doch ein wenig.
Mittwoch war Lydia hier. Langsam rückt der Abschied von ihrer freundlichen Begleitung näher: das letzte Elterngespräch, der letzte Termin, die letzten tröstlichen Tipps.... Zum Glück geht es den Kindern so, dass man Vertrauen darin haben kann allein zurecht zu kommen.
Etwas schwer tun werden sie sich natürlich immer. Aber sich-sorgen gehört zum Eltern sein....
Beim Ausschütten des Entenplaschbeckens heute morgen stieg mir ein vergessener Geruch in die Nase: das Schildkrötenbecken meiner Kindheit. Die beiden kleinen Wasserschildkröten haben nicht lang überlebt, obwohl wir uns so viel Mühe mit ihnen gemacht haben aber ich erinnere mich noch genau an die kleinen Kreaturen mit dem roten Wangenfleck und das Becken im Kinderzimmer. Den Geruch aber hätte ich nicht mehr beschreiben können. Eben wie Entenpfütze. Nicht dass das Entenplanschbecken unsauber wäre - ich wechsle mindestens einmal täglich das Wasser, aber nach dem Regen riecht es eben doch ein wenig.
Mittwoch war Lydia hier. Langsam rückt der Abschied von ihrer freundlichen Begleitung näher: das letzte Elterngespräch, der letzte Termin, die letzten tröstlichen Tipps.... Zum Glück geht es den Kindern so, dass man Vertrauen darin haben kann allein zurecht zu kommen.
Etwas schwer tun werden sie sich natürlich immer. Aber sich-sorgen gehört zum Eltern sein....
Dienstag, 10. Juni 2008
Jeder Satz zweimal. Vielleicht sollte ich mir eine Repeatfunktion einbauen lassen, dann könnten die Kinder einfach ein Knöpfchen drücken und mütterliche Ansagen, Fragen und Kommentare bei Bedarf beliebig oft abspielen lassen.
Denn Bedarf besteht ganz offensichtlich. Folge ich nämlich dem höchst pädagogischen Rat aller Kinde- und Hundetrainer mich einfach nicht mehr zu wiederholen provoziert das eine Kakophonie von Mißtönen, die sich rasend schnell von quatschigen Rückfragen zu einem sirenenartigen Geschrei steigert. Waaaas ? Was hast Du gesagt? Sagst Du's mir bitte nochmal? Warum denn nicht ? Aber ich hab doch gesagt dass es mir leid tut? Sagst Du's jetzt nochmal ? Bitte!!! Uuäääh !! Und NEIN das ändert sich auch nicht, wenn man es konsequent durchzieht.
Die Hunde sind da einfacher - sie machen einfach weiter was sie wollen. Und so schreie ich am Ende doch wieder ganz unpädagogisch: Du sollst die Tür schließen und deine Klamotten mit nach oben nehmen!
Dann kommts an (Bööö, warum hast du das nicht gleich gesagt ?). Ganz frei von Pädagogik.
Denn Bedarf besteht ganz offensichtlich. Folge ich nämlich dem höchst pädagogischen Rat aller Kinde- und Hundetrainer mich einfach nicht mehr zu wiederholen provoziert das eine Kakophonie von Mißtönen, die sich rasend schnell von quatschigen Rückfragen zu einem sirenenartigen Geschrei steigert. Waaaas ? Was hast Du gesagt? Sagst Du's mir bitte nochmal? Warum denn nicht ? Aber ich hab doch gesagt dass es mir leid tut? Sagst Du's jetzt nochmal ? Bitte!!! Uuäääh !! Und NEIN das ändert sich auch nicht, wenn man es konsequent durchzieht.
Die Hunde sind da einfacher - sie machen einfach weiter was sie wollen. Und so schreie ich am Ende doch wieder ganz unpädagogisch: Du sollst die Tür schließen und deine Klamotten mit nach oben nehmen!
Dann kommts an (Bööö, warum hast du das nicht gleich gesagt ?). Ganz frei von Pädagogik.
Sonntag, 8. Juni 2008
Es gibt ihn, den perfekten Sonntagmorgen.
Liebevoll geweckt während die Sonne schon Kringel auf die Bettdecke malt, die Kinder decken fröhlich draußen den Tisch und dann Sonntagsfrühstück mit Vogelgezwitscher. Ruhe herrscht auf der kleinen Landstraße - Karl-Heinz ist noch nicht wach, oder fährt seine gewaltigen Trecker woanders.
Mama, Enten fressen auch Stachelbeeren.
Aber nicht meine, oder ??
Dooooch, die Ente und der Erpel picken da die ganze Zeit.
Während ich zur Verteidigung meiner Stachelbeeren aufspringe klaut das schönste aller Settermädchen mein gebuttertes Croissant vom Teller. Ich rufe sie zurück, um es ihr abzunehmen - zu spät. Schon geschluckt.
Als ich mich wieder setze und etwas von Laufentenbraten murmele (laufender Braten, kichert Lili) beginnen die Kirchenglocken zu läuten. Das ist an sich ein Geräusch, das mich überhaupt nicht stört. Nur heute morgen erscheint es mir obszön laut und aufdringlich (hat R. Mey nicht mal gesungen und in die göttliche Ruhe hinein die Glocken läuten ?, ich kriege diese Liedzeile heute morgen nicht mehr aus dem Kopf). Das neue Empfinden kann aber auch an Henriette liegen.
Henriette hat den Senkrechtflug auf die Terasse geschafft und verkündet das mit lautem Gegacker. Und sie kann gackern: eindeutig empört (wegen der Glocken?) und in der Tonlage eines kleinen Elefanten trötend...
Als wieder Ruhe eingekehrt ist mache ich den Fehler auf die Uhr zu sehen: Das Kind muß um halb 11 im Konzert sein und nibbelt noch verträumt am ersten Brötchen!
Genieße den Morgen sagt etwas in mir und versucht mich wieder in einen Zustand der Ruhe zu versetzen. Carpe diem, das Leben ist zu kurz für Hektik.
Leider bin ich auf diesem Ohr heute taub. Die to-do-Liste ist lang. Packen wirs an ;-).
Liebevoll geweckt während die Sonne schon Kringel auf die Bettdecke malt, die Kinder decken fröhlich draußen den Tisch und dann Sonntagsfrühstück mit Vogelgezwitscher. Ruhe herrscht auf der kleinen Landstraße - Karl-Heinz ist noch nicht wach, oder fährt seine gewaltigen Trecker woanders.
Mama, Enten fressen auch Stachelbeeren.
Aber nicht meine, oder ??
Dooooch, die Ente und der Erpel picken da die ganze Zeit.
Während ich zur Verteidigung meiner Stachelbeeren aufspringe klaut das schönste aller Settermädchen mein gebuttertes Croissant vom Teller. Ich rufe sie zurück, um es ihr abzunehmen - zu spät. Schon geschluckt.
Als ich mich wieder setze und etwas von Laufentenbraten murmele (laufender Braten, kichert Lili) beginnen die Kirchenglocken zu läuten. Das ist an sich ein Geräusch, das mich überhaupt nicht stört. Nur heute morgen erscheint es mir obszön laut und aufdringlich (hat R. Mey nicht mal gesungen und in die göttliche Ruhe hinein die Glocken läuten ?, ich kriege diese Liedzeile heute morgen nicht mehr aus dem Kopf). Das neue Empfinden kann aber auch an Henriette liegen.
Henriette hat den Senkrechtflug auf die Terasse geschafft und verkündet das mit lautem Gegacker. Und sie kann gackern: eindeutig empört (wegen der Glocken?) und in der Tonlage eines kleinen Elefanten trötend...
Als wieder Ruhe eingekehrt ist mache ich den Fehler auf die Uhr zu sehen: Das Kind muß um halb 11 im Konzert sein und nibbelt noch verträumt am ersten Brötchen!
Genieße den Morgen sagt etwas in mir und versucht mich wieder in einen Zustand der Ruhe zu versetzen. Carpe diem, das Leben ist zu kurz für Hektik.
Leider bin ich auf diesem Ohr heute taub. Die to-do-Liste ist lang. Packen wirs an ;-).
Freitag, 6. Juni 2008
Ich wünschte ich wäre musikalischer. Da sitze ich in der ersten Reihe, gleich über dem Orchestergraben sozusagen und schaffe es kaum ihre Harfe herauszuhören. Überfliessend vor Bewunderung für die jungen Sängerinnen in ihrer Ohrwurm-Verkleidung und für das Orchester, das auf Tuchfühlung in dem kleinen Orchestergraben zusammenhockte - das war Vergnügen pur heute abend und hätte mir auch ohne familiäre Beteiligung gefallen !
Sie ist so winzig zwischen all den Großen, dass es mir das Herz abschnürt.
Unsere Maus war nachher so fertig, dass sie doch noch zicken wollte (die versehentliche Verabreichung von Sprudelwasser statt stillem sollte ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden.... )und in Tränen ausbrach, aber mein kleines Premierengeschenk hat das schnell ins Lot gebracht, jetzt schläft sie selig in ihrem Traumschiff und segelt dem Morgen entgegen.
Sie ist so winzig zwischen all den Großen, dass es mir das Herz abschnürt.
Unsere Maus war nachher so fertig, dass sie doch noch zicken wollte (die versehentliche Verabreichung von Sprudelwasser statt stillem sollte ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden.... )und in Tränen ausbrach, aber mein kleines Premierengeschenk hat das schnell ins Lot gebracht, jetzt schläft sie selig in ihrem Traumschiff und segelt dem Morgen entgegen.
Donnerstag, 5. Juni 2008
Die Enten rekeln unter dem Terassentisch und die Hühnerküken dösen obendrauf, der Hund frißt das Entenfutter und die Birkenzweige neigen sich anmutig über die Kletterrose, die sich weigert am Stamm höher zu klettern...soll keiner sagen, das Landleben sei nicht idyllisch.
Meine penetranten Rückenschmerzen stören leider etwas die Idylle und dann noch die Tatsache, dass ich an meinem freien Abend allein hier sitze.... Göttergatte bringt gütigerweise garstige Tochter zur Gorchesterprobe *tschuldigung* Orchesterprobe und vermiest zwischendurch seinen Fachschülern mit Notenbekanntgabe das Wochenende.
Ich sollte den Abend produktiver nutzen - bergeweise Arbeit und familiär Organisatorisches vorm Bug ergehe ich mich mal wieder im bekannten Drückebergertum. Aufschieberitis ist bei uns eine Familienkrankheit... muss ansteckend sein, denn die Kinder fangen auch schon damit an.
Anja ist wieder in der Praxis, sieht besser aus und ist wieder gut drauf. Bloss mache ich mir seit Tagen Sorgen, wie ich ihr beibringe dass sie keine Festanstellung bekommen kann. Ich bin bankrott wenn ich irgendwann einen längeren Ausfall finanzieren muss. Da haben mir Doro und Lothar letzten Sonntag die Augen geöffnet. Ist mir aber zutiefst unangenehm, ich weiß sie verläßt sich auf meine Zusage.
Morgen erstmal die Prüfungen bei Blümchen abnehmen, dann zu Lilis Orchesterpremiere: Grasgewisper heißt das Musical und ich bin mächtig stolz auf meine Maus (die die letzten Tage allerdings ganz häßliche Alluren hat), dass sie da schon mitmachen darf...
Meine penetranten Rückenschmerzen stören leider etwas die Idylle und dann noch die Tatsache, dass ich an meinem freien Abend allein hier sitze.... Göttergatte bringt gütigerweise garstige Tochter zur Gorchesterprobe *tschuldigung* Orchesterprobe und vermiest zwischendurch seinen Fachschülern mit Notenbekanntgabe das Wochenende.
Ich sollte den Abend produktiver nutzen - bergeweise Arbeit und familiär Organisatorisches vorm Bug ergehe ich mich mal wieder im bekannten Drückebergertum. Aufschieberitis ist bei uns eine Familienkrankheit... muss ansteckend sein, denn die Kinder fangen auch schon damit an.
Anja ist wieder in der Praxis, sieht besser aus und ist wieder gut drauf. Bloss mache ich mir seit Tagen Sorgen, wie ich ihr beibringe dass sie keine Festanstellung bekommen kann. Ich bin bankrott wenn ich irgendwann einen längeren Ausfall finanzieren muss. Da haben mir Doro und Lothar letzten Sonntag die Augen geöffnet. Ist mir aber zutiefst unangenehm, ich weiß sie verläßt sich auf meine Zusage.
Morgen erstmal die Prüfungen bei Blümchen abnehmen, dann zu Lilis Orchesterpremiere: Grasgewisper heißt das Musical und ich bin mächtig stolz auf meine Maus (die die letzten Tage allerdings ganz häßliche Alluren hat), dass sie da schon mitmachen darf...
Blogs braucht niemand. Ein blog ist etwas was die Welt nicht braucht. Nicht braucht.
Blödes Wort: blog. Es klingt wie ein Frosch, nicht das quak-quak der Bilderbücher, sondern krötenhaft, blasenartig hervorblubbernd wie ganz reale krötige warzige Frösche im Teich unter dem Fenster, die keinen Nachtschlaf zulassen. Enthalten blogs nur blubber ? Den blubb im Spinat braucht auch niemand, dennoch mag man ihn gern.
Vielleicht lerne ich meinen blog lieben, vielleicht mögt Ihr ihn ? Immerhin soll er helfen Kontakt zu halten im ganz normalen Alltagswahnsinn. Soll mir die Ausrede des keine-Zeit-gehabt nehmen und Euch ein wenig mehr teilhaben lassen.
Und Ihr müßt ihn ja nicht lesen :-(). Niemand zwingt Euch. Nur die Neugier ;-)
Da blogs nicht für Blondinen erfunden wurden, ich aber eine bin kann es noch eine Zeitlang zu chaotisch knotigen kann-ich-das-so-machen-posts kommen. Ich bitte um Nachsicht...
Blödes Wort: blog. Es klingt wie ein Frosch, nicht das quak-quak der Bilderbücher, sondern krötenhaft, blasenartig hervorblubbernd wie ganz reale krötige warzige Frösche im Teich unter dem Fenster, die keinen Nachtschlaf zulassen. Enthalten blogs nur blubber ? Den blubb im Spinat braucht auch niemand, dennoch mag man ihn gern.
Vielleicht lerne ich meinen blog lieben, vielleicht mögt Ihr ihn ? Immerhin soll er helfen Kontakt zu halten im ganz normalen Alltagswahnsinn. Soll mir die Ausrede des keine-Zeit-gehabt nehmen und Euch ein wenig mehr teilhaben lassen.
Und Ihr müßt ihn ja nicht lesen :-(). Niemand zwingt Euch. Nur die Neugier ;-)
Da blogs nicht für Blondinen erfunden wurden, ich aber eine bin kann es noch eine Zeitlang zu chaotisch knotigen kann-ich-das-so-machen-posts kommen. Ich bitte um Nachsicht...
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