Samstag, 26. Dezember 2009

Weihnachten nähert sich dem Ende - irgendwie fangen wir alle unauffällig an Vorbereitungen für das große Packen zu treffen. Wäsche wird gewaschen, das Nintendo aufgeladen, die Blutegel bekommen noch einmal frischen Wasser, die letzten Zettel für D. werden geschrieben. In spätestens zwei Stunden stehen die Umzugskisten in der Küche und in 16 oder 17 Stunden fahren wir Dänemark.
Ich hoffe auf mildes Wetter und wenig tiefen Sand - die Achillessehnenentzündung, die ich mir noch zugezogen habe würde Wanderung sonst unmöglich machen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Frohe Weihnachten Euch allen!
Die Kinder - original weihnachtlich unausstehlich - haben seit heute Ferien und obwohl ich morgen noch arbeiten muss gerate ich in Festtagslaune.
Das Haus ist halbwegs sauber, alle Einkäufe sind erledigt und die Frage ob der ausgesuchte Weihnachtsbaum auf den Hänger passt überlasse ich gern dem Göttergatten. Der sitzt zur Zeit mal wieder in Krisensitzung beim Steuerberater, aber selbst die Aussicht auf die horrenden Forderungen des Finanzamtes können mir kaum die Laune vermiesen. Immerhin ist die Umsatzsteigerung auch Ausdruck meines Erfolgs und damit nicht gänzlich schlecht. Dumm ist nur, dass wir eben nicht mit Geld umgehen können und nie etwas auf der hohen Kante haben. Irgendwann habe ich einmal einen Spruch gelesen, den wir uns auch an die Tür schreiben könnten: Hier wohnt Familie W. - über ihre Verhältnisse aber unter ihrem Niveau.
Die neue Heizung läuft bis auf den Solarteil, der noch nicht angeschlossen ist. Nachdem der erste Kranwagen angesichts des schrägen Grundstückes kapituliert hatte, hat ein bescheidener 30t Brummer dann noch die Einrichtung des Schornsteins möglich gemacht.
Gegen das triste Wetter habe ich mir heute eine CD von Adoro gegönnt und schwelge genüßlich in den süßlichen Klängen - solange sie läuft muss ich auch keine Weihnachtslieder hören. Es ist das erste Jahr in dem mir diese auf den Geist gehen. Sonst konnte ich stundenlang Stille Nacht und Maria durch den Dornwald ging hören, aber dieses Jahr haben mir die in doppelter Disharmonie bis zum Erbrechen vorgetragenen Klimperlieder der Kinder die Lust dazu verdorben. Ich werde gleich nach Weihnachten alle Weihnachtsliedernoten für Harfe und Klavier verbrennen und danach dreimal nackt um den Kreuzweg tanzen und die Musiklehrer verfluchen. Mögen sie im Fegefeuer gezwungen werden rund um die Uhr Ihr Kinderlein kommet zu hören!