Ich bremse - meine Tochter steht auf Vollgas. Lili ist fest entschlossen, den Sprung zu schaffen und hat uns einen Vertrag angeboten, den wir nicht ablehnen können. Darin steht dass sie springen will, und dafür bereit ist ohne Zicken und Murren regelmäßig extra zu lernen und dass wir uns im Gegenzug verpflichten sie zu unterstützen mit Zeit, Erklärungen und Material. Wir haben darauf bestanden, dass zunächst eine Lernstanderhebung gemacht wird, damit wir was in der Hand haben und wissen wo sie wirklich steht. Dafür heißt es jetzt erstmal einen Termin besorgen - die Sache kommt also langsam tatsächlich ins Rollen. Hoffen wir dass das Gymnasium auch mitspielt und wir nicht Gott-weiß-wo eine aufnehmende Schule suchen müssen....
Fabi ist seit gestern wieder mehr auf Kontra. Seit der Diagnose sind wir deutlich geduldiger mit ihm, aber durchgehen lassen wir auch nichts. Für eine Woche schien das das Zaubermittel zu sein, jetzt entlarvt sich das mal wieder als Trugschluss. Wie immer war es eine (zufällige) Atempause zwischen den schwierigen Phasen und hatte rein gar nichts mit unserem Erziehungsstil zu tun. Da haben wir das doch gerade erst erklärt bekommen, und fallen wieder darauf rein.
Aber nicht erziehbar ist eine schwer verständliche Vorstellung. Immer wieder verfallen wir in den Fehler nach dem Schlüssel zu suchen, und immer wieder stellen wir fest dass das Schloss sich dauernd ändert.
Damit uns nicht langweilig wird hängen wir in einer Border-Collie-Vermittlungsgeschichte (ausgerechnet Border ;-) ), die Zeit und Nerven kostet aber hoffentlich morgen ein glückliches Ende für den hübschen Rüden findet. Ich muss gestehen mich packen Mordgelüste wenn ein Hund mit eingeklemmtem Schwanz vor seinem Herrn in die Wälder flüchtet - und fünf Tage auf Trebe bleibt. Dass selbige Herrschaften dann auch noch plötzlich unglaublich besorgt sein wollen - obwohl sie ihn gleichzeitig möglichst schnell los sein möchten, weil die örtliche Jägerschaft ihnen Schwierigkeiten macht - hebt meine Laune auch nicht gerade. Ehrlich, diese Leute sollten mir besser nicht im Dunkeln begegnen.
Sonntag, 8. Februar 2009
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