Sonntag, 6. September 2009

Vorgestern wehte mit einem frostigen Hauch im Wind eine Ahnung vom Herbst heran. Heute ist es ein einfacher Spätsommertag, aber bei mir stellt sich die übliche Wehmut des Abschieds ein. Jeder sich dem Ende neigende Sommer erinnert mich an die Unwiederbringlichkeit seiner Tage, und jede Herbstaster an die Vergänglichkeit des Lebens. Andere mögen zum Jahreswechsel solche Gedanken hegen, aber ich werde im Spätsommer melancholisch.
Jetzt gilt es jeden Tag doppelt auszukosten. Vielleicht erlebe ich diese Zeit in diesem Jahr besonders intensiv - nächstes Jahr um diese Zeit wollen wir nicht hier sein und die Gartenblumen müssen ohne uns zu Ende blühen.

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