Sonntag, 6. Juni 2010

Drei Tage lang war Lili pubertär unausstehlich, heute gibt sie den Engel. Hilfsbereit versucht sie Unkraut zu jäten und fällt dabei dauernd auf den Hintern. Das Unkraut ist stärker als die kleine Maus. Zum Mittagessen schneidet sie Gurken und Salat und zwischendurch eilt sie hierhin und dorthin, eifrig Blumen sammelnd und bestimmend für ihr Herbarium. Wenigstens dieses Schulprojekt hat ihren Eifer geweckt. Dann mein kleines Highlight des Tages: Nach einem mütterlich philosophischen Exkurs über Rosen und Dornen und die Parallelen zum Leben: An allem Schönen gibt es auch irgend etwas was ziemlich ätzend ist. antwortet mein Sonnenschein: Wieso denn? Du bist schön und überhaupt nicht ätzend. Lili, you made my day.
Fabis Ankunftstag haben wir gestern auf dem Mittelalterfest in Gütersloh gefeiert. Das war mit Abstand die stimmungsvollste derartige Veranstaltung auf der ich jemals war. Die Kinder konnten Seile machen, und wir konnten beim Töpfern und Schmieden und Zinngießen zuschauen und erfahren wie Wolle mit Pflanzenfarben gefärbt wurde. Natürlich war auch der Dattelschlepper da, und verführte uns zum Kauf seiner Köstlichkeiten. Ein kleines Ritterturnier und perfekter Sonnenschein rundete das Ganze ab.
Den heutigen Sonntag habe ich im Garten verbracht. Vormittags mit drei Stunden schwerer Arbeit und nachmittags mit dem Buch Afrika zu Fuß.

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