Beim Lesen der Nachrichten macht sich immer Wut und Verzweiflung in mir breit, aber es gelingt mir gut sie so zu verdrängen, dass ich mein Leben wenig berührt weiter führen kann. Heute jedoch wird mir das Herz eng, wenn ich von den Zuständen in Zimbabwe lese. Wie mag es den Menschen, die wir dort kannten jetzt gehen? Es gibt schon lange keinen Kontakt mehr. Sie schreien dort um Hilfe gegen Mugabes Tyrannei und Willkür und niemand will sie hören. Die Weltpolizei und ihre Schergen interessieren sich nur für jene Länder, die ihnen Reichtum versprechen, es wird nicht einmal laut nachgedacht über einen offiziellen Protest gegen Folter und Unterdrückung. Wo sind die Menschenrechtsorganisationen? Menschenrechte nur für Weiße? Demokratie nur für Inhaber von Bodenschätzen oder strategisch wichtigen Häfen?
Diese menschenverachtende Gleichgültigkeit stellt uns alle auf eine Stufe mit Robert Mugabe, denn wir sind auch verantwortlich für das, was wir nicht tun.
Montag, 16. Juni 2008
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