Jetzt geht es mir mit diesem blog wie mit den nie geführten Telefonaten und den selten geschriebenen mails: Ich schreibe zu selten. Im Grunde kommt mir das hier zu sehr vor wie viel heiße Luft und ich frage mich wen es überhaupt interessieren mag.
Erstaunlich dass manche Menschen jahrelang und möglicherweise sogar täglich an ihrem blog schreiben. Wir haben im Kino Julie und Julia gesehen und Julia (oder war es Julie) schreibt ein Jahr lang einen täglichen blog über ihre Kocherfahrungen - die zugegebenermaßen bewußtseinserweiternd sind.
Ich könnte höchstens über meine Erfahrung mit Guidos Kochkünsten vom letzten Sonntag schreiben, aber vermutlich ist es besser diese dem geneigten Leser zu ersparen und den Schleier der Barmherzigkeit darüber auszubreiten.
Die Highlights der letzten Tage umfassten neben den ungewürzten und totgebratenen Frikadellen von Guido *ups* einen Spitzenwutanfall von Fabian samt aus der Wand gerissenem Regalbrett, eine seuchenhafte Erkältung der gesamten Familie, ein Lernwochenende mit Oberzicke Lili und einen falsch gestrickten Pulloverärmel der unbegabtesten Strickmutti des Jahrhunderts.
Bestimmt enthielten die Tage auch viel Poesie und fallende Blätter, auf jeden Fall enthielten sie einen superspannenden Lesetag mit den Tributen von Panem und den Einzug zweier frecher neuer Hennen.
Jeder Tag ist gepackt voll mit schönen und spannenden, anstrengenden und manchmal schrecklichen Dingen, aber ich leide zur Zeit am Alltags-Unlust-Syndrom. Vielleicht liegt das aber auch nur an meiner Erkältung. Bestimmt.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
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